Yannick Everad (2020)

    Inklusion, öffentlicher Raum und Planung – Die ‚Omas gegen Rechts‘, eine gerontologisch bedeutsame Gegenöffentlichkeit
Kurzbeschreibung   In dieser Arbeit werden Gegenöffentlichkeiten als Netzwerke verstanden, welche das Ziel haben, eine Alternative für diejenigen Menschen zu bieten, welche von der Öffentlichkeit wenig bis nicht wahrgenommen oder gänzlich ausgeschlossen werden. Daher schließen sie sich in Gegenöffentlichkeiten zusammen, um ihre Meinungen kommunizieren zu können, strategisch zu überdenken und kollektiv in die Öffentlichkeit zu tragen, sodass sie sich mehr Chancen auf den Erfolg ihrer Interessen erhoffen können. (vgl. Spehr o.D.)Eine Gegenöffentlichkeit, welche im Rahmen dieser Arbeit näher betrachtet wird, trägt den Namen „Omas gegen Rechts“. Neben der inhaltlichen Agenda der Gruppierung und ihrer Funktion als soziale Bewegung, wird deren Bedeutung, des Aktivwerdens für die Mitglieder selbst, weitgehend unterschätzt. Diese Arbeit soll tiefgreifende Einblicke in die Organisation einer durchaus interessanten Gegenöffentlichkeit geben. Aus den daraus abzuleitenden Erkenntnissen kann aus raumplanerischer Sicht die Öffentlichkeit sowie der öffentliche Raum, welcher nicht für jeden die notwendige Freiheit bietet, möglicherweise in ein neues Licht gerückt werden. Eine gegenöffentliche Betrachtungsweise bietet die Chance nach neuen Ansätzen der planerischen Auseinandersetzung mit dem öffentlichen Raum. In diesem Sinne könnten innovative planerische Strategien entwickelt werden, welche eine verbesserte Gleichberechtigung und Inklusion bei Planungsprozessen zum Ziel haben. Dies könnte wiederum einem demokratischeren öffentlichen Raum zugutekommen.
     
Eingereicht   an der Fakultät für Architektur und Raumplanung
Betreuung   Dr. phil. DI (FH) Sabine Knierbein