Veranstaltungen

Abenddebatten, Dialog am Nachmittag, SKuOR Soirée

Für unsere Arbeiten zu öffentlichen Räumen und stadtkulturellen Problematiken und Herausforderungen ist eine Kultur der öffentlichen Debatte von fundamentaler Bedeutung. Aus diesem Grund richtet das Interdisciplinary Centre for Urban Culture and Public Space (SKuOR) seit Februar 2009 die „SKuOR Evening Debate“ und „SKuOR Afternoon Dialogue“ sowie „SKuOR Soirees“ aus, um den Dialog mit Interessierten in viele Richtungen zu entwickeln. Zunächst ging es in 2009 und 2011 darum, den Stiftungsprofessoren ein Forum zu geben und ihre Inhalte einem breiteren (Fach)Publikum zugänglich zu machen. Seit 2011 haben wir uns mit Etablierung der SKuOR Soirée + Open Dialogue von stark hierarchischen Formaten der Podiumsdiskussion oder des Frontalvortrags verabschiedet, um den Sichtweisen interessierter Studierender, Kollegen und Mitarbeiterinnen sowie der weiteren (Fach)Öffentlichkeit im Dialog mit den Gastprofessoren mehr Zeit und Raum zu bieten.

Besondere Akademische Veranstaltungen

Diese kontinuierlichen öffentlichen Veranstaltungen finden im Sommersemester statt, wo hingegen das Wintersemester durch eine längere besondere akademische Veranstaltung geprägt ist, die wahlweise in unterschiedlichen Formaten realisiert wird:

  • 2009 European September Academy. Mehr lesen.
  • 2010 European November Conference. Mehr lesen.
  • 2012 European February Workshop. Mehr lesen.
  • 2013 Symposium „Dialectics between urban imaginaries and urban materialities.“ Mehr lesen.
  • 2014 International January Symposium.
  • 2014 WWTF International Summerschool 2014 “Designing places of emancipation?” Mehr lesen.
  • 2015 PhD Symposium „Public Life – Towards a politics of care. Bodies. Place. Matter“. Mehr lesen.
  • 2017 Internationale Konferenz “Unsettled. Urban Routines, Temporalities and Contestations”. Mehr lesen.

 

Öffentliche Interventionen und Präsentationen der Studierenden 

Im Rahmen der Lehrveranstaltungen stehen ebenfalls öffentliche Interventionen unserer Studierenden im Vordergrund. So finden die Abschlusspräsentationen unserer Studierenden ganz unterschiedliche Orte und binden diverse Akteure ein: Vom Karlsplatz über den Prechtlsaal bis hin zu den Räumlichkeiten der Gebietsbetreuung für Stadterneuerung in der Quellenstraße in Wien-Favoriten oder den Arbeitsräumen der Fachschaft Architektur: Diskurse und Debatten zu öffentlichen Räumen brauchen Freiräume, brauchen Niederschwelligkeit in der Formulierung, und barrierefreien physischen Zugang. Somit sind die Orte selbst symbolischer Teil der Impulse, die wir mittels dieser Kommunikationsstrategien in die Stadtgesellschaft tragen möchten. Interventionen unserer Studierenden umfassen etwa einen Flashmob auf dem Naschmarkt, eine provokante Inszenierung nicht-öffentlichen Verhaltens im MQ (Museumsquartier). Neben diesen hippen Orten suchen sich die Teilnehmenden unserer Kurse immer wieder auch die weniger bekannten, und doch typischen Orte lokaler Eigenarten in den Grätzeln, also jenseits des touristischen Mainstream: Eine Bücherbörse wurde in der Keplerpassage errichtet, wohingegen die Studierenden den Morzinplatz kurzfristig in ein Freilicht-Fernsehstudio umwandelten. Das ORF Radiofunkhaus diente einer Gruppe zur akustischen Ausarbeitung ihres raumplanerischen Szenarios für die dezentrale räumliche Restrukturierung der Medieninstitution. Der Reumannplatz wurde künstlerisch-gestalterisch umfunktioniert in ein magisches Dreieck, die Favoritenstraße entwickelte sich zum Public Living Room, bei dem Studierende mit Anwohnern eine gemeinsame Nacht des offenen Wohnzimmers organisierten. Mittels dieser vielseitigen Interventionen lernen Studierende und Lehrende, dass das Wissen über lokale Orte in den dort lebenden Menschen steckt. Es geht hier um professionsethische Ansätze im Rahmen der partizipativen Aktionsforschung, um die Reflexion eigener Werthaltungen und um Respekt als Methode.  Ziel ist der Austausch von Haltungen und Perspektiven zu drängenden Problemen und normativen Herangehensweisen in der Stadtforschung, Stadtgestaltung und Stadtplanung.