Monographien

FRANK, S (2016): Wall Memorials and Heritage: The Heritage Industry of Berlin’s Checkpoint Charly. 286 S. New York/London: Routledge.

Analysing the transformation of Berlin’s former Allied border control point, „Checkpoint Charlie,“ into a global heritage industry, this volume provides an introduction to, and a theoretically informed structuring of, the interdisciplinary international heritage debate. This crucial case study demonstrates that an unregulated global heritage industry has developed in Berlin which capitalizes on the internationally very attractive – but locally still very painful – heritage of the Berlin Wall. Frank explores the conflicts that occur when private, commercial interests in interpreting and selling history to an international audience clash with traditional, institutionalized public forms of local and national heritage-making and commemorative practices, and with the victims’ perspectives.

Wall Memorials and Heritage illustrates existing approaches to heritage research and develops them in dialogue with Berlin’s traditions of conveying history, and the specific configuration of the heritage industry at „Checkpoint Charlie“. Productively integrating theory with empirical evidence, this innovative book enriches the international literature on heritage and its economic and political contexts. Mehr Information.

ROSKAMM, N (2011): Dichte: Eine transdisziplinäre Dekonstruktion. Diskurse zu Stadt und Raum. Reihe: Urban Studies. 380 S. Bielefeld: Transcript.

Immer dann, wenn über Stadt und Raum gesprochen wird, spielt der Begriff »Dichte« eine zentrale Rolle.
Nikolai Roskamm untersucht, wie »Dichte« in verschiedenen Disziplinen konstruiert und verwendet wird. Sein Grundlagentext macht Verbindungen zwischen historischer und zeitgenössischer Stadtsoziologie, Massenpsychologie und Crowdingforschung, klassischen Konzepten der Geographie und deterministischer Geopolitik, nationalökonomischer Bevölkerungslehre und nationalsozialistischer Bevölkerungspolitik sowie zwischen den unterschiedlichen Positionen in Raumplanung und Städtebau deutlich. Es entsteht ein kritischer und aufschlussreicher Text über eine bedeutsame Kategorie in den Diskursen zu Stadt und Raum. Mehr Information.

KNIERBEIN S (2010) Die Produktion zentraler öffentlicher Räume in der Aufmerksamkeitsökonomie. Ästhetische, ökonomische und mediale Restrukturierungen durch gestaltwirksame Koalitionen in Berlin seit 1980. Mit einem Geleitwort von Max Welch Guerra. 437 S. Mit 51 Abb., davon 2 in Farbe u. 14 Tab. Br. ISBN: 978-3-531-17424-2.

Seit 1980 erfahren öffentliche Räume einen manifesten ästhetischen Wandel. These ist, dass sich in diesem Gestaltwandel institutionelle Transformationen ausdrücken, die auf veränderte Rollen des Staates und der Märkte bei der Produktion zentraler öffentlicher Räume verweisen. Anhand von „gestaltwirksamen“ Koalitionen zwischen Out-of-Home Medienunternehmen und staatlichen Akteuren weist Sabine Knierbein ein jüngeres Phänomen der Stadtproduktion nach: Eine postfordistische Wertschöpfungsstrategie tritt hervor, deren Urheber menschliche Aufmerksamkeiten in öffentlichen Räumen systematisch als knappes Gut bewirtschaften. Wenn aber Koalitionen zwischen Staat und Märkten aus Aufmerksamkeiten de facto Kapital schlagen können, dann steht Staatlichkeit im Zuge der aufkommenden Aufmerksamkeitsökonomie vor fundamentalen Dilemmata einer Rollenbestimmung als Gralshüter öffentlichen Interesses oder als Instanz der Kommodfizierung des Kollektiven. Denn mit der lokalen Ware Publizität wird bereits auf den Finanzmärkten global gehandelt. Mehr Information.