Forschung

   
  Im Rahmen der Aktivitäten der Stiftungsgastprofessur entsteht im Anschluss an das jeweilige akademische Jahr eine Publikation, die den jeweiligen Jahresschwerpunkt zum zentralen Thema hat. Dabei ist das Spektrum der anzusprechenden Zielgruppen divers: Es gilt, erstens, einen neuen Forschungsschwerpunkt nicht nur an der TU Wien, sondern in der europäischen Stadtforschungslandschaft zu verankern, der sich neben seiner Aktualität ebenfalls durch seinen speziellen lokalen Bezug zur seit jeher durch Stadtkultur geprägten europäischen Vielvölkermetropole an der Donau auszeichnet. Zweitens möchten Planer und Politikerinnen in Wien (und andernorts) ebenso wie lokale Gestalter, Kulturmanagerinnen und in der Sozialwirtschaft tätige Handlungsempfehlungen aus dem Wirken des Stiftungsgastprofessur mitnehmen. Wir versuchen, diesen facettenreichen Anforderungen durch unterschiedliche Formate der Dissemination unserer Erkenntnisse aus Forschung und Lehre gerecht zu werden. Über die Aktivitäten der Stiftungsgastprofessur hinaus lebt die Forschung am Interdisciplinary Centre for Urban Culture and Public Space von den individuellen Forschungsinteressen und Arbeitsleistungen assoziierter Wissenschaftlerinnen und Forscher.
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  Entsprechend der individuellen und kollektiven Forschungsinteressen, die Gastprofessorinnen und Gastprofessoren, die Assistenzprofessur sowie Gastforschende, Dissertanden und Diplomierende sowie das lokale Wien-Team und lokale Lehrbeauftragte mitbringen oder am Arbeitsbereich entwickeln, gehen wir entsprechend der Relevanz der Ausschreibung für unsere Forschungsfelder Stadtkultur und öffentlicher Raum projektbezogene Forschungskooperationen auf lokaler, europäischer und internationaler Ebene ein. Ein Beispiel für einen gelungenen ersten Drittmittelantrag zwischen Österreich und Argentinien ist unser neues WTZ-Forschungsprojekt „Herausforderungen für die Politik des öffentlichen Raums in Buenos Aires und Wien. Kulturelle Praktiken und soziale Innovationen. Bewegungen, Dynamiken und Mechanismen (Juni 2011 bis Mai 2013), das wir in Kooperation mit unserem neuen argentinischen Projektpartnern dem Centro de Estudios Urbanos y Regionales in Buenos Aires und der Universidad Nacional de La Plata gemeinsam realisieren. Auf österreichischer Seite sind neben dem Interdisciplinary Centre for Urban Culture and Public Space (federführend) junge Nachwuchsforscherinnen des ILA der Universität für Bodenkultur sowie des Fachbereichs für Örtliche Raumplanung der TU Wien involviert. Wir arbeiten mit Partnern zusammen, die an unseren Prämissen interessiert sind und gleichzeitig eigene Linien verfolgen. Im transdisziplinären und interkulturellen Dialog entdecken wir gemeinsame Herausforderungen zwischen Theorie und Praxis.
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  Ob als Mitbegründerin der AESOP Thematic Group for Public Spaces and Urban Cultures oder als Teilnehmerin von LATAM URBANA, der internationalen und im Forschungsgruppe zum wissenschaftlichen Austausch und zur Erforschung der Lateinamerikanischen Stadt  – inhaltlicher Austausch über urbanistische Problemtiken und raumbezogene Fragestellungen mit gesellschaftspolitischem Impetus lebt von Vernetzungsbestrebungen auf ganz unterschiedlichen Ebenen. Es erscheint uns wichtig, neben kultur- und themenübergreifenden Wissenstransfers vor allen Dingen vor Ort in Wien Wissensallianzen auszubilden. Ob als lokaler Stakeholder beim Social Polis Netzwerk an der Wirtschaftsuniversität in Wien oder als Inputgeber auf örtlichen Podiumsdiskussionen, während offener Debatten und unterschiedlichster Workshops, wir praktizieren Vernetzung zwischen Universität, Stadtgesellschaft, zwischen Planung und Politik. Da unsere Expertise auf ein spezifisches Themenfeld begrenzt ist, vermitteln wir gern Kontakte zu inhaltlich anregenden Ansprechpartnern an der TU Wien und in der Stadt. Dabei verstehen wir uns als Advokaten für ein stärkeres Netzwerken in den kombinierten Themenfeldern Stadtkultur und öffentlicher Raum. Unsere Partner sind neben akademischen Institutionen in Europa (und darüber hinaus) weitere Akteure und Institutionen aus den drei gesellschaftlichen Sphären Staat, Märkte und Zivilgesellschaft. Kontaktieren Sie uns gern bei Interesse!
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  Das Interdisciplinary Centre for Urban Culture and Public Space hat seit seiner Entstehung verschiedene akademische Sonderveranstaltungen ausgerichtet. Neben der European September Academy 2009, an der dreißig Studierende und Lehrende aus verschiedenen Winkeln Europas unter Federführung von Thomas Sieverts, Chiara Tornaghi Sabine Knierbein und Rudolf Scheuvens teilnahmen, zeichneten wir uns im Zuge der European November Conference 2010 ‘Public space and the challenges of urban transformation in Europe:Politics and culture’ als Gastgeber für ein zweitägiges Europäisches Symposium verantwortlich. Diese durch Aglaée Degros, Ali Madanipour und Sabine Knierbein kuratierte Konferenz wurde von 160 Studierenden, Forschenden, Lehrenden und Praktizierenden intensiv besucht. Beide besonderen akademischen Veranstaltungen organisierte das permanente Team des Interdisciplinary Centre for Urban Culture and Public Space in Wien. Ca. dreißig Kolleginnen und Kollegen aus der Fakultät unterstützten den Arbeitsbereich tatkräftig, etwa als Referenten, Exkursionsguides, Workshopleiterinnnen und im Zuge der Session Moderationen von Konferenzsessions, sowie bei der inhaltlichen Vorbereitung. In der zweiten Februarwoche 2012 werden Sophie Watson, Tore Dobberstein und Sabine Knierbein den European February Workshop 2012 zum Thema ‘Stadtkultur/Urban Culture’ (zukünftig: European February Workshop) ausrichten, zu dem das European Advisory Board nach Wien anreisen wird. Neben diesem ambitionierten Kommunikations- und Begegnungsprogramm des Interdisciplinary Centre for Urban Culture and Public Space richteten wir im Juni 2010 die Jahrestagung des Councils for European Urbansism (CEUD) zum Thema ’Die neue Bedeutung öffentlicher Räume in Berlin: Ambivalenzen von Stadtentwicklung im Aufmerksamkeitswettbewerb’ gemeinsam mit dem Lehrstuhl für Stadterneuerung und Stadtumbau (Prof. Altrock), Universität Kassel, dem Lehrstuhl für Raumplanung und Raumforschung (Prof. Welch Guerra), Institut für Europäische Urbanistik, Bauhaus Universität Weimar und dem Fachgebiet für Planungs- und Architektursoziologie (Prof. Bodenschatz), Technische Universität Berlin aus. Während der AESOP Konferenzen in Liverpool und Helsinki organisierten wir verschiedene Vorträge und Sessions, neue Beiträge für die Veranstaltung in Ankara sind für 2012 angedacht. Für uns ist es ein ganz selbstverständlicher Teil des akademischen Alltagsgebahrens in der sich weiterhin europäisch verknüpfenden Forschungslandschaft, Präsenz zu zeigen. Unsere Forschungsbeiträge aus den Lernfeldern Raumplanung und Raumforschung bringen wir im vorrangig im deutsch-,englisch-, spanisch- ode portugiesisch- sprachigem Handlungsarenen ein. Speziell den Austausch mit unseren Kollegen und Kolleginnen aus den Kultur- und Sozialwissenschaften anderer Forschungseinrichtungen möchten wir als eine an der Fakultät für Architektur und Raumplanung der Technischen Universität Wien verankerte interdisziplinär arbeitende Institution forcieren.
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