Nicole Ringer (2012)

 

Zwischen kulturellem Ausdruck und Repräsentation von Macht.

Straßennamen in Wien ihr Einfluss auf die Produktion des öffentlichen Raumes, und ihre Bedeutung für die Gender-Thematik

     
Hintergrund   Straßennamen sind Ausdruck vergangener und gegenwärtiger Gesellschaften. Als wichtige Orientierungshilfe im öffentlichen Raum beeinflussen sie diesen innerhalb der verschiedenen Dimensionen der Raumproduktion. Die Diplomarbeit versucht diese Beeinflussung auf theoretischer Ebene zu fassen.
Abstract   Die Diplomarbeit behandelt die Straßennamen in Wien und deren Einfluss auf die Produktion des öffentlichen Raumes mit besonderer Berücksichtigung der Gender-Thematik. Zu Beginn wird die Straßenbenennung in Wien aus einer geschichtlichen Perspektive betrachtet und es werden Statistiken zur aktuellen Straßenbenennung angeführt. Mittels Raumtheorie, Theorien zum öffentlichen Raum und zu Öffentlichkeit, ExpertInneninterviews und zusätzlichen sozialwissenschaftlichen Theorien wurden anschließend die Straßennamen in Wien in Hinblick auf die Themenstellung analysiert. Im Fokus waren dabei der Einfluss auf die Stadtkultur und Bedeutungsproduktion, Machtverhältnisse und die spezifische Thematik der Marginalisierung von Frauen im öffentlichen Raum und in der Straßenbenennung. Die Analyse zeigt, dass Straßennamen gesellschaftliche Machtverhältnisse abbilden und dadurch eine starke Symbolik im öffentlichen Raum haben, die auf die Produktion des Raumes und die Konstitution von Öffentlichkeit wirken. Anhand dieser Ergebnisse wurden abschließend Handlungsempfehlungen für die Straßenbenennung und die Planung abgegeben.
Eingereicht   an der Fakultät für Architektur und Raumplanung am 26.03.2012
Betreuung   Dr. phil. DI (FH) Sabine Knierbein

 

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