Elena Mitrenova (2017)

 

Urban Resilience – Die Macht des Wissens im urbanen Policy-Making Prozess

     
Abstract
 

Die globale Bedeutung von Städten wurde in den letzten Dekaden im akademischen und politischen Feld immer öfter thematisiert, was zur Einbeziehung der urbanen Thematiken in die Debatten über Klimawandel, nachhaltige Entwicklung und Katastrophenbekämpfung geführt hat. Die Frage, wie Städte widerstandsfähig gegenüber Natur- und von Menschen verursachten Katastrophen sein können, initiiert zahlreiche politische und wissenschaftliche Diskussionen, Konferenzen und Partnerschaften.

Dementsprechend wird das Konzept Urban Resilience von verschiedenen internationalen, politischen Organisationen übernommen, wobei aber die Abwesenheit einer konkreten Definition zu zahlreichen Zugängen und daher zur Verwirrung und zu Unklarheiten führt. Die vier maßgebenden Organisationen UN-Habitat, World Bank, The Rockefeller Foundation und Arup verstehen Urban Resilience als ein holistisches Konzept, das alle städtischen Aspekte (soziales, politisches und ökonomisches System, Gesundheitssystem, Mobilität, Infrastruktur, Umwelt u.a.), alle urbanen Wissensformen und mögliche Risiken berücksichtigt.

Die Frage, ob sie ihrem holistischen Anspruch gerecht werden, ist zentral für diese Masterarbeit. Sie setzt sich mit der Macht des Wissens im Diskurs auseinander und soll die propagierte Gleichstellung und Einbeziehung aller urbanen Wissensformen in den als holistisch definierten Programmen hinterfragen und damit die eigenen Interessen der politischen Organisationen beleuchten.

     
Eingereicht   an der Fakultät für Architektur und Raumplanung
Betreuung   Dr. phil. DI (FH) Sabine Knierbein