AG Kreative Prozesse in Raumforschung und Raumplanung

Kreative Prozesse in Raumforschung und Raumplanung

AG 280.033 by Dr. cand. Knierbein, Prof. DI Scheuvens, Prof. Dr. Dangschat, DI Krebs 

Downloads: VO 280.033 (M11)
Link: TUWIS
Kommentar: Dialog


Ziel der Lehrveranstaltung

Die in Kombination mit dem Ifoer, dem ISRA und externen Lehrbeauftragten im Rahmen der Aktivitäten des SKuOR angebotene Arbeitsgemeinschaft beschäftigt sich mit experimentellen Herangehensweisen in Raumforschung und Raumplanung. Ziel ist es, die Lehrveranstaltungsbeiträge der Stiftungsgastprofessoren während der dreitägigen Modulblöcke mit einem offenen Format zu ergänzen, in denen neben explorativen Ansätzen der qualitativen Sozialforschung ebenfalls der Einsatz zeitgenössischer Medien wie etwa professioneller Filmbeiträge für die Belange der Raumplanung und der Raumforschung angeeignet werden können. Darüber hinaus eröffnen theoretische und methodische Bezüge aus der Stadtsoziologie sowie praktische Bezüge aus der Raumplanung die Möglichkeit, den neuen inhaltlichen Bezug zu „Stadtkultur und öffentlichen Räumen“ in die bereits etablierten Fachrichtungen und ihre Lehrprogramme einzubetten, und den Studierenden so ebenfalls Orientierung zu geben.

Von den Studierenden, die aus verschiedenen Disziplinen kommen wird erwartet, dass sie die Bereitschaft und Offenheit mitbringen, sich aktiv auf das querschnitts- und dialogorientierte Programm in englischer und deutscher Sprache einzulassen. Erasmus-Studierende sind herzlich willkommen.


Inhalt der Lehrveranstaltung

Kulturelle Praktiken und Kreativität sind zu zentralen Forschungsfeldern hinsichtlich postfordistischer Stadtentwicklung avanciert. Planer versuchen, die Potenziale, die derartige Praktiken (informelle Ansätze, Guerrilla Gardening, Cultural Camouflage, etc.) hervorbringen, zu verstehen. Sie beobachten viele dieser Veränderungen, um mögliche Weichenstellungen für das eigene Wirken vorzunehmen, und ihre eigene Position im Prozess der gesellschaftlichen Produktion von Stadt neu zu bestimmen. Wie aber können derartige kreative Praktiken in ihr Handeln übersetzt oder aus diesem entwickelt werden? Diese Frage zielt nicht vorrangig darauf ab, den angemessenen Einsatz von Instrumenten zu bestimmen oder ihre neue Vielfalt zu betonen. Sie zielt darauf ab, die Berührungsfläche zwischen kreativen, innovativen Ansätzen der Raumforschung und der Raumplanung auszuleuchten. Dabei werden soziale Interaktionen, die Stadt ‚produzieren‘ und die Entwicklung der Materialität von Stadt als Einheit, nicht aber als voneinander trennbar verstanden. Welche kreativen Ansätze können identifiziert werden? Welche Motivationen treiben Planer und Architekten an, ihre eigenen Praktiken kritisch zu prüfen? Schließlich, wie können Resultate qualitativer Sozialforschung in veränderten Sichtweisen der Raumplanung münden? SKuOR behandelt dieses Fragengeflecht, um zu betonen, dass veränderte Sichtweisen auf Raumforschung und -planung neue methodische Wege ebnen, sich Raum anzunähern. Zudem ermöglichen sie es, Wissen darüber zu generieren, wie Räume als kreative, soziale Prozesse funktionieren. In der Umkehrperspektive vermögen es zeitgenössische Herangehensweisen ¿ etwa der professionelle Einsatz des Mediums Film ¿ das planerische und gestalterische Verständnis von räumlicher Entwicklung in einer der Zeit angemessenen Methodik zu schulen. Letztendlich geht es darum, kreative Wege für Planer und Gestalter aufzuzeigen, um gesellschaftliche Entwicklung mit ihren räumlichen Manifestationen zu beeinflussen.


Bemerkungen

Teilnehmern dieser Veranstaltung wird dringend empfohlen, die Veranstaltung 268.022 „Medien und visuelle Kommunikation“ im Modul 9 als Grundlagenveranstaltung zu besuchen.

Link: TUWIS

 

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