Phase III – 2017

2017 Stadtkultur, öffentlicher Raum und die Zukunft – Verteilungsgerechtigkeit in den Städten und die globale Agenda

Planungsprogramme, Gestaltentwürfe und die in Projekten eingeschriebenen alltagskulturellen Aussagen für zukünftige Städte und Stadtteile werden untersucht, diskutiert und in Beziehung zu Modellen für die zukünftige akademische Bildung gesetzt: Welche gesellschaftspolitischen Fragen der Urbanisierung sind drängend, wie möchte man darauf in öffentlichen Räumen reagieren und an welchen aktuellen Fragestellungen aus der urbanen Praxis orientiert sich akademische Bildung?

Wo Klimawandel, Ressourcenschonung und Migration urbane Agenden verstärkt prägen, ist weitreichendes städtisches Handeln gefragt, um eine grenzüberschreitende Berufsethik zu entwickeln. Hier geht es um Prinzipien des fairen Bauens, Planens und Gestaltens, die zunehmend Relevanz gewinnen, da sich die lokalen Wirkungsorte der Studieren zunehmend ‚globalisieren‘. Dieser Tendenz folgt der Ruf nach der stärkeren Berücksichtigung der Menschenrechte auch in der Bildung von Planenden, Bauenden und Gestaltenden.

Auf der globalen Schiene von Politikprogrammen mit Stadtfokus zeichnen sich jüngere Entwicklungen etwa bei UN-Habitat ab, die die öffentlichen Räume zu zentralen Orte des globalen urbanen Zusammenlebens stilisieren. Für die Studierenden bedeutet ein solch globaler Denk- und Handlungsrahmen, Planung und Gestaltung öffentlicher Räume z.B. aus der Perspektive des globalen Südens verstehen zu lernen.

Hier kommen postkoloniale Herangehensweisen in Planung und Gestaltung zum Tragen. Es geht darum, Muster intellektueller und kultureller Dominanz zugunsten eines Zulassens wechselseitiger Lernprozesse in der globalen wie lokalen Zusammenarbeit zu überwinden. Die dringendsten Fragestellungen der globalen Urbanisierung werden anhand der öffentlichen Räume in Städten in fünf Kontinenten aus verschiedenen kulturellen, ethnischen und humanitären Perspektiven erörtert. Gegenstand dieser Überlegungen ist die Entwicklung und Vertiefung eines Fair Building/Fair Planning Ansatzes entlang der UN-Menschenrechtskonvention.

 

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