Phase III: 2015 – 2017

2017 Stadtkultur, öffentlicher Raum und die Zukunft – Verteilungsgerechtigkeit in den Städten und globale Agenda

Planungsprogramme, Gestaltentwürfe und die in Projekten eingeschriebenen alltagskulturellen Aussagen für zukünftige Städte und Stadtteile werden untersucht, diskutiert und in Beziehung zu Modellen für die zukünftige akademische Bildung gesetzt. Denn wo Klimawandel, Ressourcenschonung und Migration urbane Agenden verstärkt prägen, ist weitreichendes städtisches Handeln gefragt, um eine grenzüberschreitende Berufsethik zu entwickeln. Dieser Forderung folgt der Ruf nach der stärkeren Berücksichtigung der Menschenrechte auch in der Bildung von Planenden, Bauenden und Gestaltenden. Auf der globalen Schiene von Politikprogrammen mit Stadtfokus zeichnen sich jüngere Entwicklungen ab, die die öffentlichen Räume zu zentralen Orte des globalen urbanen Zusammenlebens stilisieren. Für die Studierenden bedeutet ein solch globaler Denk- und Handlungsrahmen, Planung und Gestaltung öffentlicher Räume z.B. aus der Perspektive des globalen Südens verstehen zu lernen. Hier kommen postkoloniale Herangehensweisen in Planung und Gestaltung zum Tragen. Es geht darum, Muster intellektueller und kultureller Dominanz zugunsten eines Zulassens wechselseitiger Lernprozesse in der globalen wie lokalen Zusammenarbeit zu überwinden. Read more.

2016 Stadtkultur, öffentlicher Raum und die Gegenwart – Urbane Solidarität und die Krise Europas

Die gegenwärtig gelebten Alltags- und Berufskulturen der städtischen ExpertInnen stehen in Bezug zur heutigen universitären Ausbildung für lokal wie global arbeitende Absolventinnen. Derzeit liegen solidarische Ansätze räumlicher Entwicklung im Trend, die sich den alltagskulturellen Dimensionen des öffentlichen Lebens in der Stadt annehmen und BewohnerInnen und NGOs als AlltagsexpertInnen einbinden. Insbesondere in Südeuropa und andernorts zeichnen sich jedoch derzeit ernste Problemlagen wie Jugendarbeitslosigkeit und Verarmung weiter Bevölkerungsteile in den öffentlichen Räumen ab. Welche solidarischen, alltagskulturellen und antidiskriminierenden Herangehensweisen lassen sich derzeit in der Planung und Gestaltung öffentlicher Räume verstärken (fair sharing)? Read more.

2015 Stadtkultur, öffentlicher Raum und die Vergangenheit – Städtischer Frieden und der Wohlfahrtsstaat

Hier wird die gewachsene Alltagskultur in Bezug zur Berufskultur der städtischen ExpertInnen und zur universitären Ausbildung ihrer Zeit gesetzt. Mit dem städtischen Frieden können verschiedene stadt- und professionsgeschichtliche Zeitabschnitte thematisiert werden. Während der Ära des Wohlfahrtsstaates war die universitäre Bildung der StadtexperInnen geprägt durch die institutionelle Beziehung von Kommunen zu Bundesländern und Staat.

Methodisch richten wir einerseits der Fokus auf deeskalierende Herangehensweisen der inklusiven Stadtplanung in historisch von Krisen geschüttelten Städten gelenkt, andererseits wird die historische Stadtkultur besonders friedlicher Städte in den Blick genommen. Wir möchten öffentliche Räume und auch Stadtkultur als wichtige soziale Felder der Etablierung und Bewahrungs des gesellschaftlichen Friedens in der Stadt verstehen. Read more.

 

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