Phase I: 2009 – 2011

2011 Stadtkultur, öffentlicher Raum und Märkte – Ökonomie und Innovation

In gegenwärtigen Stadtentwicklungsdebatten scheinen jüngst ganz neue ökonomische Inanspruchnahmen von und Interessen an öffentlichen Räumen auf: das indirekte Aufwerten benachbarter Grundstücke etwa durch gestalterische wird längst durch eine neue Bandbreite an direkten Wertschöpfungsinteressen überlagert, die die Produktivität öffentlichen Lebens zu nutzen wissen. Öffentliche Räume werden zu produktiven Terrains postfordistischer städtischer Ökonomien. Wirtschaftsunternehmen bringen sich auch aktiv in die städtische Kulturproduktion ein, wobei sie einerseits das gesellschaftlich positiv rezipierte Potenzial mitbringen, (soziale) Innovationen in öffentlichen Räumen anzustoßen, andererseits zumeist in der Kritik stehen, ihre Interessen wirkungsmächtiger als andere Akteure zu Lasten des allgemeinen Gebrauchswertes durchzusetzen.

2010 Stadtkultur, öffentlicher Raum und Staat – Politik und Planung

Den Regierungs- und Verwaltungseinheiten auf städtischer und stadtstaatlicher Ebene zugeordnete staatliche Akteure und Institutionen entscheiden oftmals in ganz unterschiedlichen politischen und planerischen Fachressorts über die zukünftige Stimulierung und Regulierung der Prozesse der Produktion öffentlicher Räume. Ein zentrales dieser Politikfelder ist die städtische Kulturpolitik, die von kommunalem Kulturmarketing sowie Kulturmanagement, jedoch bisher eher seltener von Raum- und Stadtplanung mit explizit kulturellem Impetus flankiert wird.

2009 Stadtkultur, öffentlicher Raum und Zivilgesellschaft – Kultur und Konflikt

Zivilgesellschaftliche Akteure etwa entwickeln ganz unterschiedliche kulturelle Interessen an öffentliche Räume, die sich in selbstorganisierten Weihnachtsbasaren, Kunstausstellungen oder in der medialen Bespielung von Gebäudefassaden – ihres Zeichens temporär und eventbestimmt – genauso manifestieren können, wie in der alltäglich in den  Wiener ‚Kiezen’ – den ‚Grätzeln’ – stattfindenden kulturellen Zurschaustellung örtlichen Lokalkolorits, das durch die sich darbietende ethnische Vielfalt in der europäischen Donaumetropole kontrastiert wird.

 

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